Vor kurzem ist am Freiburger Münster ein großes und fast einen Zentner schweres Teil herausgebrochen und abgestürzt. Verletzt wurde zum Glück niemand.
Dieser – für die Restauratoren unerwartete – Zwischenfall machte den Einsatz einer großen LKW-Bühne erforderlich. Ursache war eine so genannte Rostsprengung: Korrodierte Eisenstäbe im Inneren des Steins dehnen sich aus, sodass der Stein abgesprengt wird.
Drei Tage lang untersuchten daraufhin Mitarbeiter der Freiburger Münsterbauhütte die Bausubstanz am Münsterturm auf mögliche neue Schäden.
Sie nutzten hierfür eine Ruthmann TTS1000 von Gardemann, die aufgrund der benötigten Reichweite ausgewählt wurde:
sie bietet satte 40 Meter.
Denn man müsse in rund 70 Meter Höhe hinter die Dreikantpfeiler schauen, sagte Münsterbaumeisterin Yvonne Faller gegenüber Vertikal.Net, Stellen, die sonst unerreichbar sind.
Feinfühlig gesteuert wurde der 80-Tonnen-Koloss vom erfahrenen Bediener Albert Bay.
Nach drei Tagen war der Einsatz beendet
– und die Stadtmitte um eine Attraktion ärmer. Ausgiebig hatten auch die Medien vor Ort über den „Riesenhubsteiger“ – manche nannten ihn gar einen „Riesenkran“ – berichtet.