iSCALE Control System für Containerbrücke

12.12.11

iSCALE Control System für Containerbrücke

Klicken Sie für eine vergrößerte Ansicht auf das BildKlicken Sie für eine vergrößerte Ansicht auf das Bild

Wie lauten die „Traummaße“ für das iSCALE Control System von Hirschmann Mobile Machine Control Solutions (MCS)? Ca. 2.000 Tonnen, etwa 62,5 m und 97 Tonnen. Damit sind Gewicht, Auslegerlänge sowie die Last beschrieben, die eine Containerbrücke von EUROGATE – Europas führende, reedereiunabhängige Containerterminal- und Logistik-Gruppe – bei größter Auslage an den Seiten stemmen kann. Diese überdimensionale Verladeeinheit, die Container in den Terminals der See- und Binnenhäfen verlädt, ist die größte aller Flurförderzeugarten. Deshalb gelten für Portal- und Brückenkrane, zu denen die Containerbrücke gehört, nun neue Sicherheitsrichtlinien, niedergelegt in der C-Norm EN15011:2011. Vor allem an die Überlastsicherungssysteme, in der Norm auch als Hubkraftbegrenzer bezeichnet, werden gesonderte Anforderungen gestellt. Insbesondere sicherheitsbezogene Teile von Steuerungssystemen müssen mindestens einen Performance Level C der EN ISO 13849-1:2008 erfüllen. Der technische Aufbau von Steuerkreisen, die mit elektronischen oder programmierbaren Bauteilen aufgebaut sind, muss mindestens die Anforderungen der Kategorie 2 erfüllen. Typischerweise werden bei solchen Maschinen Steuerungssysteme eingesetzt, die diese Anforderungen nicht erfüllen können.
Die neue Steuerungsplattform iSCALE Control System des Weltmarktführers im Bereich Safe Load Indication für Teleskop- und Gittermastkrane, Hirschmann MCS, erfüllt dagegen diese Anforderungen. Deshalb wurde das iSCALE Control System für die erste Installation einer zukünftig beim Hafenbetreiber Eurogate eingesetzten Containerbrücke ausgewählt. Das aktuelle System besteht aus zwei bis vier (optional acht) fSENS Kraftsensoren zur Erfassung der Hubkräfte der einzelnen Hubwerke, einer cSCALE Steuerung zur Berechnung der Betriebsdaten und einer vSCALE Anzeigeeinheit für den Systemabgleich und die Darstellung der Betriebsdaten am Einbauort der Steuerung.

Klicken Sie für eine vergrößerte Ansicht auf das BildKlicken Sie für eine vergrößerte Ansicht auf das Bild

Die Sensoren sind mit einer redundanten Messwertaufnahme und doppelt ausgeführtem 4 … 20 mA Stromausgang ausgerüstet, um die Hubkräfte zu erfassen. Damit werden die Anforderungen an die Sicherheitsfunktion der Hubkraftbegrenzung erfüllt.
Zur weiteren Signalverarbeitung und Abschaltung bei Aktivierung der Hubkraftbegrenzung sind seitens der cSCALE Steuerung verschiedene Ausgänge vorgesehen. Im Rahmen der Sicherheitsfunktion der Hubkraftbegrenzung werden hier die redundant ausgeführten Ausgänge zur Aktivierung des Hubkraftbegrenzers sowie der Ausgang des internen cSCALE Testsystems dazu verwendet, den Kran in den definierten sicheren Zustand zu versetzen.
Um die korrekte Funktion zu gewährleisten, kann mittels Testbutton auf der vSCALE Servicekonsole eine definierte Aktivierung des Hubkraftbegrenzers simuliert werden. Alle notwendigen Abschaltungen werden zur Kontrolle aktiviert. Kontinuierlich werden dem Anwender Visualisierungsdaten aus dem laufenden Betrieb angezeigt. Die Betriebsdaten des Lastkollektivzählers werden per standardisierter Schnittstelle, wie Ethernet, von der cSCALE Steuerungseinheit zur Standard-Maschinensteuerung übermittelt, die die Betriebsdaten auf einem Anzeigeterminal zur Verfügung stellt. Damit garantiert die zukunftsorientierte Automatisierungsplattform einen sicheren und störungsfreien Betrieb der Containerbrücke unter Einhaltung aller Sicherheitsnormen – und Hirschmann MCS beweist seine Kompetenz als Lösungsanbieter.

erstes Bild:
EUROGATE Container Terminal Bremerhaven. Copyright Vielmo; EUROGATE

CONTROL unlimited
Dezember 2011


.