Intelligente Funklösungen für die mobile Automation sind zunehmend nachgefragt. Neben kabellos kommunizierenden Geräten liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Konzeption von selbstorganisierenden Netzwerken. Sie versprechen Einfachheit in Installation und Bedienung sowie Robustheit und Ausfallsicherheit im energieeffizienten Dauerbetrieb.
In Partnerschaft mit dem Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS), der Siemens AG, Corporate Research and Technologies und der Technischen Universität München, Informatik VIII Netzarchitekturen und Netzdienste arbeitet Hirschmann Automation and Control an dem Forschungsprojekt AutHoNe-DE (Autonomic Home Networking Deutschland). Ziel des Projektes ist der Entwurf einer innovativen Kommunikationsstruktur für Heimnetzwerke mit autonomen Komponenten, die durch Selbstorganisationsfähigkeiten eine Basis für unterschiedliche Anwendungsszenarien bilden.
Die Fähigkeiten der autonomen Vernetzung werden an Hand des Heimnetzwerks entwickelt. Dieses Szenario ermöglicht eine hohe Übertragbarkeit von Anwendungen in andere Szenarien, wie auch für die mobile Automation. Zu erwarten ist eine deutliche Reduzierung des Installations-, Konfigurations- und Administrationsaufwands und damit eine Reduzierung der Einrichtungs- und Betriebskosten.
Neue Möglichkeiten in Monitoring-, Automations- und Kontrollbereichen gestatten einen schnelleren und zuverlässigen Informationsaustausch zwischen Kraft-, Winkel- und Längensensoren. Völlig neu vernetzte und autonom agierende Geräteklassen versprechen die gesicherte Bereitstellung von Fernabfrage und Fernzugriff auf die Maschineninfrastruktur. Eine weitere Perspektive ist die autonome Vernetzung von Maschinenführer, Arbeitsumfeld und Mobilität, um eine zuverlässige drahtlose Überwachung der Arbeitsbereiche von Aktoren zu gewährleisten, zum Beispiel von Kranen.
Neue innovative Dienste und Lösungen von Kundenanforderungen im Bereich vernetzter Sensoren sind die Aufgabenstellungen für die künftigen Produktzyklen von Hirschmann Automation and Control. Die jetzigen proprietären Sensoren werden bis 2009 auf aktive Kommunikation (u. a. bidirektional) ausgelegt, den Steuereinheiten werden Funktionen eingearbeitet, um ihr situatives Wissen auszuweiten. Angestrebt für 2010 sind robuste und sichere Produkte für abgeschlossene und interkooperierende Sensornetzwerke in der mobilen Automation.