Für sicherheitsgerichtete Steuerungen mit PL d gemäß EN IEC 13849 oder SIL-2 nach ISO 61508 sind diagnosefähige Eingänge, die Fehler wie „Kurzschluss zu UB“, „Open Load“ und „Kurzschluss zu GND“ erkennen, unverzichtbar. Bei klassischen 4 - 20 mA Analogeingängen ist eine solche Diagnosefähigkeit durch die Spezifikation bereits vorgesehen: Der analoge Eingang verfügt über die notwendige Schnittstelle, um die genannten Fehler zu detektieren. Digitale Eingänge in der Standardausführung dagegen kennen nur die logischen Zustände „0“ und „1“.
Das Scalable Mobile Control System (SMCS) mit spezialisierten, diagnosefähigen digitalen Eingängen gewährleistet die zuverlässige Diagnose von:
Kurzschluss zu UB
Open Load
Kurzschluss zu GND
Lieferbar sind zwei Ausführungen: als DI-DIAG für potentialfreie Endschalter und als DI-NAMUR für induktive und kapazitive Näherungsschalter mit NAMUR Ausgang. Zusätzlich wird jeder Eingang zyklisch mit einem Selbsttestsignal (Test HS) auf Funktion getestet. Sämtliche Diagnosedaten stehen dem Anwender als Variablen zur Verfügung und können bei Bedarf im Steuerungsprogramm ausgewertet werden.
Für den DI-DIAG Eingang, der von 9 bis 48 VDC (+UB) arbeitet, ist eine externe Widerstandsbeschaltung vorzusehen. Diese ist bereits teilweise in den Endschaltern integriert, z. B. in iSENS HES Hubendschaltern von Hirschmann.
Für Näherungsschalter (z. B. induktiv, kapazitiv) mit NAMUR Ausgang stehen DI-NAMUR Eingänge zur Verfügung. Diese sind EN 60947-5-6 konform und berücksichtigen die darin definierten Spannungs- und Stromschwellen.
Alle digitalen Eingänge DI-DIAG und DI-NAMUR sind zusätzlich gegen Überspannung geschützt und können als sicherheitsrelevante Ein-/Ausgänge eingesetzt werden.
CONTROL unlimited
Juli 2009