Käseberge, echte Viertausender, Banken und das unverwechselbare Schweizer Kreuz - die Schweiz ist in vieler Hinsicht legendär. (mehr...) Was ein Ausländer bei Sichtung der Schweiz in einem Weltatlas nicht vermuten würde: Die Infrastruktur ist bestens ausgebaut. Die Schweiz betreibt das dichteste Eisenbahnnetz der Welt, Ortschaften ohne Bahnanschluss werden durch Linienbusse oder Postautos (Busse) angebunden. Darüber hinaus gilt auch das Schweizer Autobahnnetz als das dichteste der Welt, der Großteil der Bevölkerung wohnt weniger als 10 km von der nächsten Autobahnzufahrt entfernt. Gleich hier erfahren Sie Wissenswertes über das Land und seine Bewohner.
Höflichkeit hat Tradition. Grußformeln werden gerne ausgesprochen, ob zwei Ärzte sich auf dem Krankenhausflur begegnen oder beim Kauf an der Wursttheke und am Kiosk, beim Spaziergang oder im Bus. Lautes Sprechen gilt als unhöflich, ebenso die als privat empfundene Abschiedsfloskeln „Ciao“ oder "Tschüss“.
Geschäftsleute leben und pflegen einen kollegialen und zurückhaltenden Stil. Hierarchien sind nicht stark ausgeprägt, dennoch werden akademische und familiäre Titel in mündlicher und schriftlicher Anrede verwendet. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit stehen an erster Stelle, die Begrüßung per Handschlag erfolgt insbesondere in der deutschsprachigen Schweiz. Umarmungen und Küsse auf die Wange sind im französischen und italienischen Teil üblich, nicht nur im privaten Bereich.
Eine Reihe von Experten ist sich einig, dass die Schweizer Gastronomie weltweit an erster Stelle steht. Die Landesküche ist regional unterschiedlich, aber überall äußerst gepflegt. International anerkannt: das Geschnetzelte, die Rösti, das Fleisch- und Käsefondue, eine Reihe hervorragender Käsesorten und natürlich die Schweizer Schokolade. Die weißen und roten Weine aus dem Rhone-Tal sind empfehlenswert, ausgezeichnet sind die Obstschnäpse.
Ländername:
Schweizerische Eidgenossenschaft (CH = Confoederatio Helvetica)
Fläche:
41.285 qkm
Einwohner:
7.770.200
Hauptstadt:
Bern mit 122.178 Einwohnern
Regierungsform:
Demokratischer und republikanischer Bundesstaat
Zwei Kammern bilden gemeinsam die Bundesversammlung
Nationalrat mit 200 Sitzen
Ständerat mit 46 Sitzen
Staatsoberhaupt:
Bundespräsident ist der Vorsitzende im Kollegialorgan der sieben Bundesräte,
personell im Kreis der 7 Bundesratsmitglieder turnusmäßig jährlich wechselnd
Einen Regierungschef gibt es nicht
Verwaltungsstruktur:
Betont föderalistischer Bundesstaat aus 20 Kantonen und 6 Halbkantonen mit starken kantonalen Kompetenzen
Landessprachen:
Amtssprachen: Deutsch 64%, Französisch 19%, Italienisch 7,6%, Rätoromanisch 0,6%
Andere Sprachen: 8,8% (Serbisch/Kroatisch, Portugiesisch, Spanisch, Albanisch, Englisch, Türkisch u.a.)
Währung:
Schweizer Franken (CHF)
1 CHF = 100 Rappen
Mitgliedschaften:
Mitglied aller wichtigen Wirtschaftsgruppierungen wie OECD, IWF, Weltbank und WTO
Gründungsmitglied von OECD und EFTA
Vereinte Nationen
*Stand März 2009
Eine Besonderheit des politischen Systems ist, dass die Schweiz - bis auf den Bundespräsidenten mit repräsentativen Aufgaben - nicht über ein offizielles Staatsoberhaupt oder einen Regierungschef verfügt. Der Bundesrat vertritt die Schweiz als Kollektiv. Bei vielen Belangen stimmt die schweizerische Bevölkerung direkt ab.
Die Außenpolitik der Schweiz beruht auf den Artikeln 54 und 55 der zum 1. Januar 2000 in Kraft getretenen Bundesverfassung. Herausragendes Merkmal ist ihre "immerwährende" Neutralität, die eine NATO-Mitgliedschaft ausschließt. Die Schweiz ist auf vielfältige Weise multilateral engagiert, doch ist sie nicht Mitglied der Europäischen Union. Der Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) wurde 1992 durch Volksentscheid abgelehnt. Seit März 2008 steht die Absichtserklärung, unverzüglich mit wichtigen Wirtschaftspartnern Doppelbesteuerungsabkommen nach OECD-Standard (Informationsaustausch in Steuersachen) aushandeln zu wollen.
Die schweizerische Regierung wird traditionell als die stabilste demokratische Exekutive der Welt angesehen. Und wirtschaftlich?
Die Schweiz zählt zu den wettbewerbsstärksten Volkswirtschaften Europas. Die Exportfirmen waren 2008 mit Qualitätsprodukten erfolgreich, die global aufgestellten Finanzdienstleister weniger ertragsstark. Mit 1,9 Prozent Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel das Jahr 2008 noch befriedigend aus. Die Arbeitslosenquote sank im Mittel auf 2,6 Prozent, der Beschäftigungsstand erreichte Rekordhöhe. Zum Vorteil für die Schweiz war, dass die wichtigen Handelspartner in Europa noch ansprechende Wachstumsraten verzeichneten.
Aus aktuellem Anlass: Was die Aussichten für die Baubranche betrifft, blickt der Verband der Schweizerischen Baumaschinenwirtschaft (VSBM) optimistisch in die Zukunft. VSBM-Präsident Stephan Zahner sagte im März 2009 nach der Baumaschinen-Messe in Bern: „Die trüben Konjunkturaussichten konnten dem Baugewerbe bisher wenig anhaben. Die Auftragslage und die Auslastung in der Schweizer Baubranche sind weiterhin gut.“
*Stand März 2009
Umwelt und Raumplanung haben Verfassungsrang. Erneuerbare Energien und Maßnahmen zur effizienten Energienutzung werden staatlich gefördert. Die Einspeisung von Alternativenergie in die Netze ist seit 2008 möglich. 55 Prozent der Schweizer Stromversorgung kommt aus der Nutzung der Wasserkraft, etwa 40 Prozent aus Nuklearenergie. Die Schweiz betreibt selbst 5 Kernkraftwerke, von denen zwei in den kommenden 15 Jahren durch leistungsfähigere Reaktoren ersetzt werden sollen.
*Stand März 2009
Nördlich der Alpen herrscht gemäßigtes, überwiegend von ozeanischen Winden geprägtes, mitteleuropäisches Klima. Südlich der Alpen ist es eher mediterran. Grundsätzlich gilt: Bedingt durch das Höhenprofil und die geographische Lage ist das Klima in der Schweiz selbst regional sehr unterschiedlich.
1. August:
„Bundesfeier“ (Nationalfeiertag), Gründung der Eidgenossenschaft 1291 durch die Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden
1. Januar:
Neujahrstag
39 Tage nach Ostern:
Auffahrt
25. Dezember:
Weihnachtstag
CONTROL unlimited
April 2009