USA – aus vielen Eins

19.05.09

USA – aus vielen Eins

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Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein riesiger Melting Pot aus unterschiedlichsten Kulturen. Treffend formuliert zeigt das der amerikanische Wahlspruch: „e pluribus unum“ - aus vielen Eins. Kein Wunder also, dass die Menschen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten eine Reihe von sozialen Regeln entwickelt haben, die den Umgang miteinander bestimmen. Hier eine Übersicht wissenswerter Daten, Fakten und Tipps für die kommende Geschäftsreise in die USA.

Umgangsformen

Das namentliche Vorstellen hat in den USA einen hohen Stellenwert, gleichzeitig gibt man sich locker und formlos: Vornamen sind die übliche Ansprache. „Hi, I’m...“ ist ein offizieller Start ins Gespräch. Bei der ersten Begegnung reicht man sich die Hand, später eher nicht mehr.
Bei Geschäftstreffen läuft das Begrüßungsritual etwas förmlicher ab. Man spricht sich zunächst mit Mr. + Nachnamen an, wechselt dann aber relativ schnell zum Vornamen. Trotzdem: Die angemessene Distanz zwischen den Gesprächspartnern ist damit nicht aufgehoben. Als Ausdruck von Respekt gegenüber deutlich Ranghöheren oder auch älteren Personen bleibt man allerdings besser bei Mister oder Misses, selbst wenn diese den Vornamen benutzen.
„How are you?“ darf nicht mit einer echten Frage nach dem Befinden verwechselt werden, es handelt sich um ein unverzichtbares Begrüßungsritual. Die korrekte Antwort lautet etwa: „Fine. How are you?“. Bekannte begrüßt man dann stets mit: "Hi....! How are you?"
„Excuse me, is this a line?“ Selbst bei der kleinsten Ansammlung von Menschen kann es sich um Schlangestehen handeln. Amerikaner meiden Drängelei und lieben diszipliniertes Schlangestehen, ob in Hotels, der Post, Banken, Kinos oder Restaurants.
Thema Einladungen: Die spontane Aussage „Come to my house“ ist ein Ritual, das Offenheit zeigen soll. Eine Einladung ist dann ernst gemeint, falls konkrete Vorschläge zu Ort, Tag und Uhrzeit genannt werden. Pünktliches Erscheinen wird nicht erwartet, üblich ist 10 bis 20 Minuten Karenzzeit. Gastgeschenke sind sehr beliebt, Typisches aus der Heimat steht bei Amerikanern hoch im Kurs.
Dress Code: Ohne dunklen Anzug mit dezentem Hemd geht gar nichts. Dunkle Schuhe und Kniestrümpfe runden das Bild ab, unterm Hosenbein hervorblitzende Waden sind verpönt. Zurückhaltung auch für Frauen: Gedeckte Farben, klassisches Kostüm oder Kleid. Niemals kniefrei und immer Strumpfhosen, auch im Hochsommer. Glattrasierte Beine sind Standard.
Im Umgang mit Geschäftspartnerinnen müssen vor allem Männer konsequent auf Gleichbehandlung achten: Türen aufhalten oder in den Mantel helfen macht in Amerika jeder für jeden, insofern es die Situation erfordert.
Rauchen wird in den USA als primitiv und rücksichtslos empfunden. Grundsätzlich verboten ist es in Flugzeugen und öffentlichen Gebäuden, in manchen Regionen bzw. Städten auch auf der Straße. Es gibt kaum Restaurants, die über Raucherbereiche verfügen.

Essen und Trinken

Neben den bekannten Fastfood-Ketten gibt es noch zahlreiche unabhängige Fastfood-Restaurants mit Bedienung am Tisch. Selbstverständlich finden sich unzählige qualitativ sehr hochwertige Restaurants mit internationaler Küche, insbesondere in großen Städten. Die Preise sind hoch und Reservierungen zu empfehlen.

Beim Betreten eines Restaurants gilt: Am Eingang warten, bis man vom Personal angesprochen wird. Dann bekommt man einen wunschgemäßen Tisch zugewiesen. Thema Tischgewohnheiten: Amerikaner schneiden zuerst Fleisch, Kartoffeln, Gemüse etc. mit Messer und Gabel, legen dann das Messer aus der Hand, nehmen die Gabel in die rechte Hand (bei Rechtshändern), lassen die linke Hand unter dem Tisch verschwinden und essen nur mit der Gabel. Die europäische Art, mit Messer und Gabel zu hantieren, empfinden Amerikaner als affektiert. Der gut gemeinte Versuch, den Tischnachbarn einen guten Appetit zu wünschen, kann nur scheitern: Es gibt im Englischen keine wirklich passende Entsprechung. Vor allem hat der Amerikaner gar nicht das Bedürfnis, eine derartige Äußerung zu machen.
Die Rechnung wird in den USA für den ganzen Tisch ausgestellt. Es ist üblich, großzügig Trinkgeld zu geben: 15 bis 20 % des Nettobetrags. Kein Trinkgeld zu geben wird als Akt der Feindseligkeit interpretiert. Bezahlt wird üblicherweise mit Kreditkarte, alles andere wird als etwas ungewöhnlich angesehen. Wer bar bezahlt, könnte in den Verdacht geraten, nicht kreditwürdig zu sein.
Wichtig zu wissen: Essen gehen ist für Amerikaner keine abendfüllende Veranstaltung. Nach dem Mahl zahlt man zügig die Rechung und macht sich bereit zum Aufbruch. Alles andere gilt als sehr ungewöhnlich bis unhöflich.

Infobox*

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Fläche:
9.826.630 qkm

Einwohner:
ca. 306 Millionen

Hauptstadt:
Washington, D.C.
Stadt: ca. 572.000 Einwohner, Großraum: ca. 4,69 Mio. Einwohner

Regierungsform:
Präsidiale Republik mit balancierter Gewaltenteilung
Kongress mit zwei Kammern:
Senat, 100 Sitze
Repräsentantenhaus, 435 Sitze

Verwaltungsstruktur:
Bundesstaat mit Bundes (Federal)-, Landes (State)-, Kreis (County)- und Gemeindeverwaltung

Landessprache:
Englisch, lokal auch Spanisch

Währung:
US-Dollar (USD)

Mitgliedschaften:
Gründungsmitglied der Vereinten Nationen, NATO, Organisation der Amerikanischen Staaten OAS, OECD und zahlreicher anderer internationaler Organisationen (58)

*Stand Januar 2009

Wirtschaft*

Die USA sind die weltweit stärkste Wirtschaftsmacht und der wichtigste Handelspartner der Europäischen Union. Der US-Dienstleistungssektor erwirtschaftet ca. 79 % des BIP, der Industriesektor ca. 20 % und die Landwirtschaft 1 %. Die größten Industriezweige: chemische, metallverarbeitende, Kraftfahrzeug-, Rüstungs-, Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Papier- und Zelluloseherstellung. Rohöl, Erdgas und Kohle sind die drei wichtigsten Rohstoffe des Landes.

*Stand November 2008

Klima

Überwiegend warm- und kühlgemäßigte Zone. Charakteristisch für die nördlichen Regionen sind warme Sommer und kalte Winter. Durchaus starke Niederschläge verteilen sich über das gesamte Jahr. Der Süden ist eher niederschlagsarm, regional herrscht Wüstenklima. Die Sommer sind heiß und trocken, die Winter eher mild.

Nationalfeiertag


4. Juli: Independence Day (Unabhängigkeitstag)

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Juni 2009


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